Nachdem wir uns alle vom xmas-roadtrip erholt hatten ging es schon wieder mit großen Schritten auf Sylvester und die nötige Planung zu;
Unterstützung erhielten wir noch vom Basti, der den Weg über New York nach San Francisco gefunden hatte.
Die Tage vor Sylvester hab ich noch genutzt, um Kerstin die Bay und San Francisco in seiner ganzen Vielfalt näher zu bringen.
Sylvester selbst haben wir mit Bowle, schwäbischem Kartoffelsalat und Seitenwürstle, die es überraschenderweise unter dem Namen 'German Franks' im Supermarkt gibt und erstaunlich gut erschmecken, eingeläutet bevor es abends in den Pink Club ging. Echt gute location, leider macht die jetzt erst mal für ne Weile zu.
Nach diesem im wahrsten Sinne des Wortes rauschendem Fest wurde logischerweise Neujahr sowie die darauffolgenden Tage ruhiger angegangen, was aber auch an dem ein oder anderem Krankheitsausfall lag.
Diese Woche bin ich nochmal mit Kerstin die Nordküste hochgefahren:
Nach schlimmen kleinen Straßen durch einen gebirgigen Redwood Wald, kilomerterlangen aber leider eingenebelten Dünenlandschaften bei Manchester/CA erreichten wir Mendocino und Fort Bragg. Mendocino war ich ja schonmal aber dort ists echt so schön, Grund genug noch einmal hinzufahren. Hat sich auch wieder gelohnt. Neben dem von Klippen eingerahmten Künsterstädtchen gibts noch einen flachen Strand mit dicken Wellen und ab und an Seelöwen zu sehen.
Unser Zelt haben wir dann in Fort Bragg aufgeschlagen, dass ne lange Fischereitradition hat, die schon auf das frühe 19 Jht. zurückgeht. Nein, ne Armee war dort nicht stationiert, auch wenn der Namen das einem glauben machen möchte. Auf jeden Fall gabs wie immer ne Menge z.B. Glass Beach sowie die ganze zerklüftete Küste mit Tiden-Pools (Bassins, die bei Flut mit Wasser gefüllt werden und bei Ebbe ganz viele Seen in den Felsen bilden) und ner Menge Wellen zu bewundern.
Am Tag 2 ging es durch nen Redwood National Park (gibts hier praktisch überall) wieder gen Süden, um noch bei Tageslicht Point Reyes zu erreichen. Die Zeitplanung hatte soweit eigentlich gestimmt, wären wir nicht ein weiteres Mal Opfer des amerikanischen Dilettantismus geworden. Eigentlich guten Mutes, weil beim $1-Meal vom Burger King richtig zugeschlagen gings aauf die Irrfahrt. Durch mehrfaches falsch waren und wir wussten, dass wir nicht richtig sein können, erreichten wir irgendwann ne Straße mit grob der richtigen Richtung, von der zufällig ne Straße abging die sogar auf unsrer Landkarte stand. Sind wir gleich mal langgeblasen, soweit das der marode Straßenbelag zuließ, um dann wieder festzustellen, dass wir zwar schon richtig unterwegs sind, das aber wiederum alles völlig anders in der Karte vom AAA (amerik. ADAC, aber kein Vergleich) drinstand.
Naja zu guter letzt haben wir genau bei Sonnenuntergang den Leuchtturm am windigsten Punkt der USA erreicht und es bleibt auch ein weiteres Mal festzuhalten, dass Amerika, Autos, Straßen und Straßenverkehr einfach net zusammen passen, oder wie mein Kollege im Lab immer sagt 'fuckin big pain in the ass'.
War trotzdem ein cooler Kurzurlaub, grad auch weil die Nordküste total schön ist und mittlerweile hat Kerstin von Yosemite mal abgesehen( zu viel Schnee around, das packt unser Auto einfach net; amerikanisches Auto) wirklich komplett Californien abgeklappert.
Soviel von hier, viele Grüße aus Berkeley vom Bert
Freitag, 9. Januar 2009
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