Freitag, 26. Dezember 2008

Christmas Roadtrip

Nach längerer Blogpause gibts auch endlich wieder News von der Westcoast, und die haben es in sich:

Am 15.12. war es endlich soweit und wir konnten unseren langersehnten Roadtrip durch Südwest-Californien starten. Nach nem fixen Burgerfrühstück bei unsrem Armenier des Vertrauens gings etwas verspätet um 10 on the road Richtung Süden. Der erste Abschnitt im Central Valley Richtung Bakers Field war nicht so spannend, weil die Landschaft da lediglich aus Obstplantagen besteht, das ganze wurde zwar zwischendurch mal durch einige Regenbögen aufgelockert aber man konnte schon froh sein, dass es endlich wieder Richtung Norden in die Sierra Nevada ging. Leider wurden wir ein weiteres Mal Opfer der amerikanischen nicht-Beschilderung, sodass wir uns erst in der Wüste bei Mojave verfuhren, dann auf ne Straße fuhren auf der der Asphalt aufhörte, um dann ne Straße zu nehmen, die ne Meilenlange Einbahnstrasse war. Immerhin ermöglichte uns eine der Zwangspausen schnieke Fotos aus der Wüste zu machen.

Bei einsezendem Schneesturm gings in der Dunkelheit Richtung Lone Pine am Owen's Lake und wir fanden glücklicherweise schnell ein Motel, das mal gar keine Absteige war und fast unsre Zimmer in Vegas übertraf.
Nach dem Aufstehen wurden wir bei strahlendem Sonnenschein von der verschneiten Kulisse der Sierra Nevada überrascht. Viel Zeit zum verweilen blieb jedoch nicht, weil noch das Death Valley und die Ankunft in Las Vegas auf dem Zettel standen. Das Death Valley war schon ganz nett und vor allem war da mal n bissl wärmer, verglichen mit den Minusgraden am Morgen. Lag wahrscheinlich aber auch an den 2500 m Höhenunterschied, die wir vorher mit unsrem Voyager klar gemacht hatten.

Vorbei an unwirtlicher Landschaft gings gleich weiter nach Las Vegas. Die Ankunft in Nevada machte sich vor allem durch die ersten Glücksspiel-Automaten in Tanken und die stark ansteigende Zahl von 'Gentlemen's Clubs' bemerkbar.
Nachdem wir in der Baustelle Las Vegas (hier wird einfach an allen Ecken und Enden gebaut, vielleicht damit nicht mehr so ein kleines Kaff mitten in der Wüste ist) angekommen waren, gings nach dem nächsten Fastfood stop direkt zum gambeln. Die nächsten 3 feuchtfröhlichen Tage möcht ich lieber nicht so genau beschreiben, nur dass zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder Schnee in Vegas lag. Aber wird für euch nix neues sein, kam ja auch in Deutschland in den Nachrichten :-)

Freitag morgens gings dann wieder ins Auto mit dem Ziel Strand irgendwo südlich von LA. Durch das Mojave National Scenic Reserve, nem Nationalpark in der Wüste wo auch Schnee lag, erreichten wir zunächst die Route 66, einige Salzseen und am Nachmittag auch den Joshua Tree National Park. Da auch dieser ungewöhnlicherweise verschneit war, sahen diese 'Joshua Trees', so ne Promenadenmischung aus Palme und Kaktus, noch lustiger aus.

Leider hatten wir im Vorfeld nur schlechtes über LA gehört und das sollte sich auch gleich wieder bestätigen, denn wir wurden am frühen Abend gleich von nem dicken Stau empfangen. Nach 5 verschiedenen Highways und 10 verschiedenen Staus erreichten wir endlich Newport Beach, das einige sicherlich auch noch aus OC California kennen. Ist ein ziemliches Bonzenloch und so wars auch schwer ne passende Absteige zu finden. Haben dann wirklich ne Absteige gefunden, die ihrem Namen jedoch vollends gerecht wurde.

Ohne sich Flöhe und die Krätze geholt zu haben warn wir morgens am Strand und haben bissl die Sonne genossen, bevors über den Pacific Coast Highway, die altbekannte 1, nach Hollywood ging und das war mal wieder n dicker Reinfall. Alles voll runtergekommen und Touriüberlaufen und trotzdem kämpften wir uns kurz über den Walk of Fame und machten paar Fotos vor dem Hollywood-Sign. Eindrucksvoller waren da schon die Villen, die sich in Beverly Hills und Bel Air aneinanderreihten, sowie die Autos, die zu Hauf dort rumfahren.
Geschlafen haben wir in Santa Monica und morgens gings auch gleich weiter nach Malibu Beach und dann Santa Barbara. Leider wurde man den Eindruck net los, dass ohne das nötige Kleingeld das Leben in den Küstenstädtchen sicherlich nicht viel Spaß macht. war aber insgesamt trotzdem nett, weil die Strände und Innenstädte schon hübsch waren.Über die 1 erreichten wir Big Sur und konnten zwischendurch sogar noch ein paar Seelelefanten anschauen. Bekamen dort auch endlich den Strand mit dem Wasserfall vor die Linse, wechen wie bei unserem ersten Besuch net gefunden hatten. Genauer gesagt standen wir damals direkt drüber, habens nur net geschnallt.

Am 23. waren wir schließlich wieder in Berkeley und an Heiligabend kamen auch gleich noch die Kumpels aus Vancouver vorbei, mit denen wir schon Las Vegas unsicher gemacht hatten .

Soviel von mir aus Berkeley, noch einen letzten frohen Weihnachtstag und erholsame Ferien nach Deutschland.

Viele Grüße Bert

Fotos von dem Trip findet ihr hier

Montag, 8. Dezember 2008

Xmas am Union Square in San Francisco


Bei schönstem kalifornischem Sonnenschein gings samstags zum Geschenke kaufen. Nachdem ich mich aufgrund der mehr als vollgestopften Strassen - mit Würzburger Verhältnissen vergleichbar - durch den Nachmittag gequält hatte musste ich mich natürlich auch selbst beschenken. Der Sonntag wurde zweckentfremdet und zum Putztag umgestaltet, sodass unsere Bude wieder rechtzeitig zu Weihnachten im neusten Glanz erstrahlt. Wir wissen jedoch noch nicht genau, ob wir nen Weihnachtsbaum kaufen oder uns für die originellere Weihnachtspalme entscheiden sollen. Nachdem wir unserem Vermieter wie immer die Miete in 20 Dollar-Noten Ca$h vorbei gebracht hatten gabs noch ne ziemlich leckere Muschelsuppe zu Abend.

Viele vorweihnachtliche Grüße aus Berkeley, Bert
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Samstag, 6. Dezember 2008

Vancouver Skyline

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Mittwoch, 3. Dezember 2008

Mit Amtrak durch Amerika und von Regen in Vancouver...

...davon berichtet der Bert: Nachdem wir mittwochs (26.11) mittags die Zelte auf Arbeit abbauten und manche erst gar nicht dort erschienen, was wohl Gang und Gebe ist vor Thanksgiving, machten wir uns daran die Koffer zu packen, während andere wohl gerade ihren Truthahn einlegten. Mit nem Koffer und ner Plastiktüte voller Essen und Benzin gings Richtung Amtrak Station und das bange Warten begann, denn offenbar neigen die Züge dazu gerne mal 8 h Verspätung zu haben, um dann ganz auszufallen. Wir hatten jedoch Glück und unser Zug nehm sich lediglich die akademischen 15 Minuten, womit unserem Trip nichts mehr im Weg stand. Der Zug war zwar net unbedingt komfortabel und wenn man mal größer als 1.80 ist kanns eng werden, war aber net so schlimm, weil ich mich die ganze Nacht mit nem Ami über Bier und Rockmusik unterhalten konnte. Haben am nächsten Tag auch noch nen Kanadier kennengelernt, der lange Zeit in der Nähe von Karlsruhe auf ner internationalen Schule unterrichtet hat.
Die Landschaft war meißtens echt super schön nur wurde es je weiter wir nach Norden kamen immer häßlicher bis es dann so aussah wie in Norddeutschland...alles flach und zersiedelt. Naja gab aber dazwischen schon ne Menge Ebenen, Berge und Vulkäne zu sehen. Hat sich auf jeden Fall gelohnt den Amtrak zu nehmen auch wenn das Ende der Fahrt etwas zäh war.
in Vancouver angekommen wurden wir von bestem kanadischen Regen empfangen und paar Minuten später auch von Robert und Andi, die uns vom Bahnhof abholten. Nach ner kurzen Stadtführung im Auto, wo wir auch schon mit dem Penner- und Assozialenviertel vertraut gemacht wurden gings ins Wohnheim. Da es auch am nächsten Tag schnieke weiterregnete war der Stadtrundgang eher kurz und wir begannen sehr fix mit unserer Abendgestaltung. Das verlief wie erwartet gut: Den perfekten Start von der Pole machte ein kanadischer Whiskey der seine Führung jedoch schnell an den billigen US-Import abgeben musste. In der letzten Schikane ging ihm allerdings der Sprit aus, sodass das kanadische Bier siegte. Das tranken wir auch weiter, nachdem wir in nem Club Downtown angekommen waren. Warn lustiger Abend.
Topfit wurde morgens wie bei uns üblich durchgezogen und nach leckeren Bacon-Streifen auf Rührei in der Wohnheims-eigenen Mensa gings per Bus in den regnerischen Stanley-Park. Dort erwartete uns das Aquarium mit vielen Fischen und so allerhand Tierchen; eine Delphin-Show gabs auch...im Regen.
Deswegen fluechteten wir abends wieder schnell ins Pub, Ziel war moeglichst viele Pitcher zu sammeln.
Sonntags wurde nicht durchgezogen. Warn zu ziviliserten Uhrezeiten und bei keinem Regen, ja kein Regen, am wohnheimseigenen Strand. Erwähnenswert ist aber, dass die Strasse sogar dann klitschnass ist, wenns mal nicht regnet. Auch montags war die Straße noch nass und dennoch sind Tobi und ich nach North Vancouver gefahren, um auf den Grouse Mountain zu steigen. Mit 1100 m in Höhe soll er einem ne gute Übersicht bieten. Nachdem man paar Wölfe begutachten konnte, gings also auf den 850 m hohen Aufstieg, den wir in ganzen 1:07 Stunden durch nen Urwald vorbei an Wasserfällen klar machten. Oben angekommen erwartete uns jedoch nicht die erhoffte Aussicht über Vancouver, die Vancouver-Bay, Vancouver-Island, die Küste, der schicke Sonnenuntergang über den Pazifik, nein es war übel neblig und wir waren froh die Gipfelstation zu finden, schade. War dennoch ne coole Wanderung und am Ende des Tages zeigte sich auch noch die beleuchtete Skyline.
Den Abschluss unseres Vancouver-Trips bildete ein abendlicher Pubbesuch mit mieser Livemusik ('Die geben sich ja echt Mühe, aber wenn se die Fresse halten wär besser gewesen...') sowie nen Spaziergang durch den Stanley-Park, ne vorgelagerte Insel auf der auch das Aquarium und paar indianische Totem-Pfähle zu finden sind. Indianer hab ich net vor die Linse bekommen aber konnte dennoch ne ganze Menge Fotos knipsen.Heim brachte uns diesmal jedoch nicht der Zug, sondern Air Canada und das ganze dauerte nicht 28 sondern nur 2 Stunden...sagenhaft, bis auf die Spezialuntersuchung der Border Control, deren glücklicher Gewinner ich war.

Im Lab geht grad nix, aber das is nicht weiter schlimm, da in 9 Tagen schon der nächste Urlaub beginnt. Hat den Vorteil, dass man sich praktisch nich mehr richtig einarbeiten muss und schon menthal mit nem Bündel Dollarscheinen an den Black-Jack-Tisch torkelt. Hier scheint übrigens die Sonne und der in Vancouver gekaufte Regenschirm liegt sicher verstaut im Schrank.

Viele Grüße aus dem sonnigen Kalifornien, Bert

die Fotos von der Amtrak-Reise sind hier, aus Vancouver hier und von der Abendgestaltung hier