Sonntag, 26. Oktober 2008

Muir Woods - Redwood National Monument

Nachdem wir schon beim Campen und diversen Ausflügen einige 'Redwoods' gesehen haben, die in der Regel einfach hohe alte Bäume mit dicken Durchmesser sind und den hübschen Artennamen 'Sequoia' tragen, wollten wir das mal seriös in Angriff nehmen und uns mal nen ganzen Haufen von dem Gestrüpp unweit der Bay anschauen. Nacht ner knappen Stunde Autofahrt erreichten wir das nördlich von San Francisco gelegene Muir Woods National Monument. Standartmäßig wurden uns pro Person erstmal $ 5 Eintritt abgezogen. Das ist ganz normal hier, dass man Geld bezahlen muss, um sich die Natur anzuschauen aber es bietet den verwöhnten Amis immerhin die Möglichkeit auf halbwegs ausgebauten Wegen ihren Burrito-Bauch durch die Gegend zu schieben und ein wenig Abwechslung vom echt miesen Amifernsehen zu bekommen. San Francisco gilt für Amerikaner im Übrigen, sowie auch die Muir Woods, als kulturelle Attraktion und hier ist alles 'so old' oder auch gern 'there's so much culture around'. Viel Kultur haben wir leider nicht gesehen aber dafür echt schöne Täler mit riesigen Bäumen und kleinen Bächen. War im Wald auch selbst mit Jacke noch relativ kühl, da durch das teils 100 m hohe Blätterdach fast keine Sonne dringen konnte.
In die Hügel sind wir auch gestiegen, denn es gibt viele echt gut ausgeschilderte Wanderrouten, sodass wir auch dieses Wochenende ne kleine Tour gemacht und echt viele Höhenmeter erklommen haben. Zwischendurch bekamen wir noch die Geschichte des Parks von einem netten 'Volunter'-Park Ranger näher gebracht, der echt gut Deutsch konnte. Es stellte sich nach und nach heraus, dass seine Frau aus Stuttgart ist, er schon zahlreiche Radtouren im Süden Deutschlands sowie durch die Alpenstaaten gemacht hat und eine ziemliche 'Wanderlust' verspürt.

Leider ist das Wochenende wie immer viel zu schnell vergangen und morgen gehts wieder an die Arbeit. Dort gehts zumindest ganz gut voran.
Hier gibts die Bilder und wir haben im Übrigen erst ab nächstem Wochenende Winterzeit, womit ich nurnoch 8 Stunden jünger bin :-)

Viele Grüße von Bert, dem Wanderer

Ein Samstag im Mission District

Heute gings bei immer noch blauem Himmel in den Mission District. Der Fairness den regenverwöhnten Deutschen in der Heimat halber, sollte ich jedoch erwähnen, dass wir nicht ewig lange Sommer haben werden, sondern womöglich schon nächste Woche ein kühleres Klima in der Bucht vorbeischaut und dann ist erstmal vorbei mit den sommerlichen 25 °. Allerdings besteht hier immer die Chance bis Thanksgiving Ende November noch im T-Shirt seine Mittagspause zu genießen.

Soweit so gut. auf jeden Fall konnten wir gestern noch im T-Shirt durch die Straßen ziehen. Angefangen hat alles im Noe Valley: Ein schön gelegener Stadtteil, der vorwiegend von jungen und besserverdienenden Familien beowhnt wird. Das hat sich letztlich auch in zahlreichen Boutiquen, Restaurants und Pubs geäußert. Nebenbei war am Samstag noch ein an ebendie Familien gerichtetes Straßenfest, an welchem es alles zu kaufen gab: Von den Batikkostümchen für die neugeborenen Baby-Hippies (hier sind gewöhnlich alle Hippies oder zumindest sehr alternativ und freidenkend, aber dennoch haben sie eins gemeinsam: viel Geld), über diverse Schwangerschaftsberatungen und ärztliche eher zweifelhafte Dienstleistungen bis Halloweenverkleidungen - natürlich auch für die kleinen verwöhnten Bratzen- konnte man alles erstehen. Essen gab es auch reichlich und das war dem Stande und Denken entsprechend 'organic' (biologisch angebaut).

Nachdem wir uns an den Batik-Shirt-Yuppies sattgesehen und Franzi ihre Creditcard zum pulsieren gebracht hatte streunten wir weiter in Richtung Castros District, wo wir schon einmal die hübsche Homoparade besucht haben. Dort erwartete uns der wirklich tolle Dolores Park. Er liegt unterhalb der Twin Peaks und bietet einen schöne Sicht über ganz San Francisco, die Skyline und sogar die Berkeley Hills, welche sich leider im Dunst versteckten. Eingerahmt wird das ganze durch eine sehr lockere Samstagsnachmittagsathmosphäre. Bei vieler und abwechslungsreicher Livemusik findet beim sonnen, picknicken, mit einem kühlen Bier in der Hand oder beim Frisbeespielen wohl jeder gestresste Baybewohner seine Zerstreuung unter wolkenlosem Himmel. Wirklich ein genialer Platz mit vielen unterschiedlich Leuten aus aller Welt und jeder Gesinnung, was in 'The City' natürlich auch zum guten Ton gehört.









Am späten Nachmittag erreichten wir den ältesten Teil San Franciscos und auch deren ältestes Gebäude,
die Mission Dolores: 1791 vom Franziskanermönch Junipero Serra im Zuge der spanischen Missionierung gegründet trägt eigentlich den Namen Mission des heiligen Franziskus von Assisi. Diesem Heiligen verdankt San Francisco übrigens auch seinen Namen, wohingegen Dolores auf die frühere Umgebung, die 'Laguna dolos Dolores', einen offenbar gräßlichen Sumpf hinweist. Um ungläubigen Indianern den Katholizismus näher zu bringen wurde an nichts gespart und ihnen sogar ein Massengrab geschaffen. Direkt nebenan steht die erst 1918 erbaute Basilika, die durchaus ansehnlich ist. Das war schließlich das Ende des Tagesausflugs und abends wurde lediglich lecker Curry gegessen.

So viele Eindrücke enden natürlich in vielen Fotos, die hier zu finden sind.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Sonnenuntergang über der Bucht

Wer viel und lang arbeitet wird natürlich auch belohnt; Zum Beispiel durch den wirklich tollen Sonnenuntergang, der San Francisco, die Golden Gate Bridge und die ganze Bay in ein rot-gelbes Farbenmeer taucht.
Alle Fotos, aufgenommen von meiner Premiumaussichtsplattform im Lab aus, kann man und sollte man >hier< bewundern.

Sonntag, 19. Oktober 2008

Berkeley Hills Hiking Tour

Heute sind wir westlich von Berkeley, oberhalb vom Campus, durch die Hügel gewandert. War eine dann doch 3.5 Stunden lange ziemlich bergige Tour durch schöne Eukalyptuswälder die im wohl bonzigsten Viertel Berkeley geendet hat.

Gestern war ich lediglich in the city einkaufen, weil ich vom Vorabend doch leicht angeschlagen war: Rose hat ihren Geburtstag mit einer Cocktailsoirée und anschließendem Bargang gefeiert...

Sonst gibt es momentan nicht allzuviel neues. Der Winterurlaub ist bereits geplant und Hotel ist gebucht. Allerdings fahrn wir dieses Jahr nicht in den Schnee sondern in die 'Stadt der Sünden', wie Las Vegas liebevoll genannt wird. Von da aus gehts über Phoenix an die Grenze Mexikos, nach San Diego, LA, Santa Barbara und von dort aus den Highway 101 zurück nach Berkeley...vorausgesetzt unser Auto macht das so lange mit.

Im Labor gibts nicht so viel neues, nur dass ich meine hergestellten Proben jetzt auch noch durch ein weiteres Verfahren klassifizieren werde und deshalb mir so ein ganzes Messgerät selbst basteln werde...hört sich auf jeden Fall interessant an.

Hier gibts Bilder von heute.

Einen guten Start in die 41. Kalenderwoche und viele Grüße aus Berkeley, Bert

Sonntag, 12. Oktober 2008

San Francisco Bay Panorama

Posted by Picasa

Horse Race

Bei immernoch sonnigem Wetter (also so wie immer :-)) war heut NFL-Day auf den Golden Gate Fields. NFL-Day bedeutet, dass alles (Bier, Sodas, Hot Dogs, Eintritt) $1 kostet. Golden Gate Fields ist eine Pferderennbahn im Nordwesten von Berkeley direkt an der Bucht. Gewettet haben wir nichts, aber lustig warn die Pferderennen dennoch. Eingerahmt wird dieser Sonntag durch ein dickes Frühstück bei nem Italiener und bald ein leckeres selbstgekochtes grünes Chli.
Viele Grüße und Fotos aus Berkeley vom Bert

Fleet Week

Bei sonnigen Wetter besuchten wir gestern mittag die Fleet Week in San Francisco. Hauptattraktion waren die Blue Angels. Anschließend versuchten wir nochmals im Height Ashburys zu shoppen, leider erfolglos.
Hab dafür die Sarah und den John getroffen.
Alle Fotos gibts hier

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Die andere Perspektive


Am Sonntag gabs den Blick auf Berkeley und meinen Arbeitsplatz, heute gibts den Blick in mein Labor und Büro, sowie die grandiose Bayview - alles zudem in einem neuen Gewand; habe mal versucht den Blog ein wenig umzugestalten. Während man auf dem oberen Bild den traumhaften Ausblick geniesen kann, sieht man auf den unteren beiden zum einen mein Büro und auf dem zweiten unseren Aufbau in der Vakuumkammer. Sieht bisschen krank aus, wars auch. Totales Gefummel bis alles drin, verkabelt und anschließend noch in die richtige Position justiert war. Zudem durften wir nichts, was dort drin ist, zu keinem Zeitpunkt mit bloßen Haenden, geschweige denn mit den Armen beim reinbauen berühren, das natürlichzu vergrößertem Spaß führt oder um es in Worten von meinem brittischen Betreuer Joe zu sagen: 'Real pain'

das ganze Album gibts: hier

Sonntag, 5. Oktober 2008

mein Arbeitsplatz

Da ich ja oft genug davon schwärme, welche schöne Aussicht ich aus meinem Büro habe, gibts nun auch mal den Grund wieso: Links stehe ich auf dem weit in die Bay hineinreichenden Pier und hinter mir leicht rechts liegt Berkeley.
Auf dem zweiten Bild sind die Hügel oberhalb der UC Berkeley vergrößert zu sehen und in der Mitte leicht
rechts ein rotes Gebäude neben einer Kuppel. Das ist das fabulous Building 2, in welchem ich im 2 Stock sitze. Auf dem unteren Bild ist mein Bürofenster durch den roten Pfeikl gekennzeichnet. Leider sieht man nicht das Sonnendeck vor meinem Büro. Wenn man sich aber vorstellt, dass ich auf dem ersten Bild auf die Golden Gate Bridge und San Francisco schaue, kann man sich ja vorstellen, wies vom Büro aussieht :-)

Berkeley Marina and Castro Street Fair

Diese Woche war mal wieder relativ wenig los, da nach der vielen Arbeit oft nicht genug Zeit bleibt noch grossartig was zu machen und auf der Arbeit auch nicht viel weltbewegendes passiert ist. Die Forschritte bei beiden Versuchsaufbauten sind eher schleppend, aber immerhin geht es konstant voran.

Unsere Wochenende läuteten wir im Raleighs ein, nem echt lockeren Pub in Berkeley, wo es auch deutsches Bier für $2.5 die Pint gibt. Das haben Tobi und ich schließllich auch in Maßen zusammen mit zwei Neuseeländerinnen genossen, die wir schon von den Einführungstagen kennen.
(Franzi ist mit ihren Eltern und Schwester, die gerade zu Besuch sind, auf nem Campingtrip Richtung LA. Sie haben uns auch zum persischen Essen eingeladen, auf diesem Wege nochmal Danke schön)

Gestern war neben Entspannen auch ein kleiner Trip nach Berkeley Marina angesagt, nem vorgelagerten Küstenabschnitt in der Bay. Dort gibts neben einem schier undendlich langen Pier vor allem nen Berkeley Yacht Club. Da Tobi und ich planen, zukünftig auch der segelnden Zunft anzugehören, haben wir die schicken Sessel in der Lounge schonmal Probe gesessen.

Bekanntlich treiben wir uns gern auf dubiosen Paraden in San Francisco rum und deshalb haben wir uns heute mit den beiden Mädels im Castro's District für die Castro Street Fair getroffen: Das ist eine ziemlich lässige Gay and Lesbian-Parade sowie Strassenfest mitten im Homoviertel von SF und es gab wie letztes Wochenende viel Skurriles und Lustiges zu sehen. Wir wurden unter anderem (Trau)Zeuge einer Homoehe, die jedoch durch eine Gesetzesänderung bald abgeschafft werden könnte.
Im Anschluss daran gings über einige steile Hügel noch durch nen Park ins Height Ashbury nen Kaffee trinken. Ist praktisch wie Berkeley: Nur Hippies, Straßencafés und ganz nette kleine Geschäfte.

Das wars auch schon mit dem Wochenende, das wir wohl mit ner Pizza vom Italiener unseres Vertrauens beschließen.

Fotos gibts natürlich auch: Fotos

Einen guten Start in die Woche vom Bert