Am 15.12. war es endlich soweit und wir konnten unseren langersehnten Roadtrip durch Südwest-Californien starten. Nach nem fixen Burgerfrühstück bei unsrem Armenier des Vertrauens gings etwas verspätet um 10 on the road Richtung Süden. Der erste Abschnitt im Central Valley Richtung Bakers Field war nicht so spannend, weil die Landschaft da lediglich aus Obstplantagen besteht, das ganze wurde zwar zwischendurch mal durch einige Regenbögen aufgelockert aber man konnte schon froh sein, dass es endlich wieder Richtung Norden in die Sierra Nevada ging. Leider wurden wir ein weiteres Mal Opfer der amerikanischen nicht-Beschilderung, sodass wir uns erst in der Wüste bei Mojave verfuhren, dann auf ne Straße fuhren auf der der Asphalt aufhörte, um dann ne Straße zu nehmen, die ne Meilenlange Einbahnstrasse war. Immerhin ermöglichte uns eine der Zwangspausen schnieke Fotos aus der Wüste zu machen.
Bei einsezendem Schneesturm gings in der Dunkelheit Richtung Lone Pine am Owen's Lake und wir fanden glücklicherweise schnell ein Motel, das mal gar keine Absteige war und fast unsre Zimmer in Vegas übertraf.Nach dem Aufstehen wurden wir bei strahlendem Sonnenschein von der verschneiten Kulisse der Sierra Nevada überrascht. Viel Zeit zum verweilen blieb jedoch nicht, weil noch das Death Valley und die Ankunft in Las Vegas auf dem Zettel standen. Das Death Valley war schon ganz nett und vor allem war da mal n bissl wärmer, verglichen mit den Minusgraden am Morgen. Lag wahrscheinlich aber auch an den 2500 m Höhenunterschied, die wir vorher mit unsrem Voyager klar gemacht hatten.
Vorbei an unwirtlicher Landschaft gings gleich weiter nach Las Vegas. Die Ankunft in Nevada machte sich vor allem durch die ersten Glücksspiel-Automaten in Tanken und die stark ansteigende Zahl von 'Gentlemen's Clubs' bemerkbar.Nachdem wir in der Baustelle Las Vegas (hier wird einfach an allen Ecken und Enden gebaut, vielleicht damit nicht mehr so ein kleines Kaff mitten in der Wüste ist) angekommen waren, gings nach dem nächsten Fastfood stop direkt zum gambeln. Die nächsten 3 feuchtfröhlichen Tage möcht ich lieber nicht so genau beschreiben, nur dass zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder Schnee in Vegas lag. Aber wird für euch nix neues sein, kam ja auch in Deutschland in den Nachrichten :-)
Freitag morgens gings dann wieder ins Auto mit dem Ziel Strand irgendwo südlich von LA. Durch das Mojave National Scenic Reserve, nem Nationalpark in der Wüste wo auch Schnee lag, erreichten wir zunächst die Route 66, einige Salzseen und am Nachmittag auch den Joshua Tree National Park. Da auch dieser ungewöhnlicherweise verschneit war, sahen diese 'Joshua Trees', so ne Promenadenmischung aus Palme und Kaktus, noch lustiger aus.
Leider hatten wir im Vorfeld nur schlechtes über LA gehört und das sollte sich auch gleich wieder bestätigen, denn wir wurden am frühen Abend gleich von nem dicken Stau empfangen. Nach 5 verschiedenen Highways und 10 verschiedenen Staus erreichten wir endlich Newport Beach, das einige sicherlich auch noch aus OC California kennen. Ist ein ziemliches Bonzenloch und so wars auch schwer ne passende Absteige zu finden. Haben dann wirklich ne Absteige gefunden, die ihrem Namen jedoch vollends gerecht wurde.
Ohne sich Flöhe und die Krätze geholt zu haben warn wir morgens am Strand und haben bissl die Sonne genossen, bevors über den Pacific Coast Highway, die altbekannte 1, nach Hollywood ging und das war mal wieder n dicker Reinfall. Alles voll runtergekommen und Touriüberlaufen und trotzdem kämpften wir uns kurz über den Walk of Fame und machten paar Fotos vor dem Hollywood-Sign. Eindrucksvoller waren da schon die Villen, die sich in Beverly Hills und Bel Air aneinanderreihten, sowie die Autos, die zu Hauf dort rumfahren.Geschlafen haben wir in Santa Monica und morgens gings auch gleich weiter nach Malibu Beach und dann Santa Barbara. Leider wurde man den Eindruck net los, dass ohne das nötige Kleingeld das Leben in den Küstenstädtchen sicherlich nicht viel Spaß macht. war aber insgesamt trotzdem nett, weil die Strände und Innenstädte schon hübsch waren.
Über die 1 erreichten wir Big Sur und konnten zwischendurch sogar noch ein paar Seelelefanten anschauen. Bekamen dort auch endlich den Strand mit dem Wasserfall vor die Linse, wechen wie bei unserem ersten Besuch net gefunden hatten. Genauer gesagt standen wir damals direkt drüber, habens nur net geschnallt.Am 23. waren wir schließlich wieder in Berkeley und an Heiligabend kamen auch gleich noch die Kumpels aus Vancouver vorbei, mit denen wir schon Las Vegas unsicher gemacht hatten .
Soviel von mir aus Berkeley, noch einen letzten frohen Weihnachtstag und erholsame Ferien nach Deutschland.
Viele Grüße Bert
Fotos von dem Trip findet ihr hier








































