Die Landschaft war meißtens echt super schön nur wurde es je weiter wir nach Norden kamen immer häßlicher bis es dann so aussah wie in Norddeutschland...alles flach und zersiedelt. Naja gab aber dazwischen schon ne Menge Ebenen, Berge und Vulkäne zu sehen. Hat sich auf jeden Fall gelohnt den Amtrak zu nehmen auch wenn das Ende der Fahrt etwas zäh war.
in Vancouver angekommen wurden wir von bestem kanadischen Regen empfangen und paar Minuten später auch von Robert und Andi, die uns vom Bahnhof abholten. Nach ner kurzen Stadtführung im Auto, wo wir auch schon mit dem Penner- und Assozialenviertel vertraut gemacht wurden gings ins Wohnheim. Da es auch am nächsten Tag schnieke weiterregnete war der Stadtrundgang eher kurz und wir begannen sehr fix mit unserer Abendgestaltung. Das verlief wie erwartet gut: Den perfekten Start von der Pole machte ein kanadischer Whiskey der seine Führung jedoch schnell an den billigen US-Import abgeben musste. In der letzten Schikane ging ihm allerdings der Sprit aus, sodass das kanadische Bier siegte. Das tranken wir auch weiter, nachdem wir in nem Club Downtown angekommen waren. Warn lustiger Abend.
Topfit wurde morgens wie bei uns üblich durchgezogen und nach leckeren Bacon-Streifen auf Rührei in der Wohnheims-eigenen Mensa gings per Bus in den regnerischen Stanley-Park. Dort erwartete uns das Aquarium mit vielen Fischen und so allerhand Tierchen; eine Delphin-Show gabs auch...im Regen.Deswegen fluechteten wir abends wieder schnell ins Pub, Ziel war moeglichst viele Pitcher zu sammeln.
Sonntags wurde nicht durchgezogen. Warn zu ziviliserten Uhrezeiten und bei keinem Regen, ja kein Regen, am wohnheimseigenen Strand. Erwähnenswert ist aber, dass die Strasse sogar dann klitschnass ist, wenns mal nicht regnet. Auch montags war die Straße noch nass und dennoch sind Tobi und ich nach North Vancouver gefahren, um auf den Grouse Mountain zu steigen. Mit 1100 m in Höhe soll er einem ne gute Übersicht bieten. Nachdem man paar Wölfe begutachten konnte, gings also auf den 850 m hohen Aufstieg, den wir in ganzen 1:07 Stunden durch nen Urwald vorbei an Wasserfällen klar machten. Oben angekommen erwartete uns jedoch nicht die erhoffte Aussicht über Vancouver, die Vancouver-Bay, Vancouver-Island, die Küste, der schicke Sonnenuntergang über den Pazifik, nein es war übel neblig und wir waren froh die Gipfelstation zu finden, schade. War dennoch ne coole Wanderung und am Ende des Tages zeigte sich auch noch die beleuchtete Skyline.
Den Abschluss unseres Vancouver-Trips bildete ein abendlicher Pubbesuch mit mieser Livemusik ('Die geben sich ja echt Mühe, aber wenn se die Fresse halten wär besser gewesen...') sowie nen Spaziergang durch den Stanley-Park, ne vorgelagerte Insel auf der auch das Aquarium und paar indianische Totem-Pfähle zu finden sind. Indianer hab ich net vor die Linse bekommen aber konnte dennoch ne ganze Menge Fotos knipsen.
Heim brachte uns diesmal jedoch nicht der Zug, sondern Air Canada und das ganze dauerte nicht 28 sondern nur 2 Stunden...sagenhaft, bis auf die Spezialuntersuchung der Border Control, deren glücklicher Gewinner ich war.Im Lab geht grad nix, aber das is nicht weiter schlimm, da in 9 Tagen schon der nächste Urlaub beginnt. Hat den Vorteil, dass man sich praktisch nich mehr richtig einarbeiten muss und schon menthal mit nem Bündel Dollarscheinen an den Black-Jack-Tisch torkelt. Hier scheint übrigens die Sonne und der in Vancouver gekaufte Regenschirm liegt sicher verstaut im Schrank.
Viele Grüße aus dem sonnigen Kalifornien, Bert
die Fotos von der Amtrak-Reise sind hier, aus Vancouver hier und von der Abendgestaltung hier
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