Sonntag, 14. September 2008

Ein Wochenende mit Sir Francis Drake am Point Reyes und die Twin Peaks

Endlich Wochenende, endlich Reisezeit!
Dachten sich ein paar deutsche Austauschstudenten, wurden jedoch ein weiteres Mal nach letztem Wochenende enttäuscht.

Obwohl unser 92er Plymouth crème-de-la-crème-Voyager unter der Woche bei unserem Lieblings-Mexikaner fit gemacht wurde und für neue Aufgaben auf staubigen Highways gerüstet schien, scheiterten unsere neueren Pläne an zu vollen Campingplätzen. Also war schnelles umdenken und improvisieren angesagt:
Einem Ingenieur ist nichts zu schwör!...und wir fanden Point Reyes als neues Ausflugsziel und Opfer für unsere Kameras.
Da schon Sir Francis Drake während seiner Weltumsegelung (1577-1580) am 6. Juni des Jahres 1579 diese Halbinsel fand (nachdem er die schöne Bucht von San Francisco links liegen ließ, was vermutlich an dem oft aufkommenden Nebel liegt) und auch jene halbmondförmige Bucht nach ihm benannt wurde, konnte es für uns 5 Würzburger mit modernen Mitteln wie Landkarten nicht allzu schwer sein dorthin zu gelangen. Nach kurvenreicher Fahrt durch viele Schlaglöcher auf der California State Route 1, beliebteste Strecke der USA, erreichten wir den Nationalpark bei leicht bewölktem Himmel und relativ starkem Wind. Neben einer wildlebenden Herde Rehe, schier unendlich langen noch erhaltenen Rinderfarmen aus den 1860ern, lohnte sich vor allem der Blick auf den im Jahre 1870 errichteten Leuchtturm.

Nachmittags führte uns die Reise auf den nördlicheren Teil der Halbinsel nach 'North Beach', dessen Länge wirklich beeindruckend ist. Leider war neben der Wassertemperatur auch noch die Lufttemperatur beeindruckend kühl, weswegen unser Bad in den zwei Meter hohen Wellen ausfallen musste. Immerhin blieb uns somit noch ein wenig Zeit das Elch-Reservat zu betrachten, das im nördlichen Teil der Halbinsel neben der Tomales Bay liegt.




Am heutigen Sonntag entschädigte uns ein leckerer Brunch für die arbeitsame Woche, an den es im Anschluss sofort wieder 'on the road' ging. Über die Oakland Baybridge erreichten wir bei sehr kalifornischem Wetter San Francisco, das wir schnell hinter uns ließen um es dann unter uns zu sehen:
Von den Twin Peaks hat man einen wirklich tollen Blick über ganz San Francisco und die Golden Gate Bridge, welche wir nach hügeliger Fahrt durch San Francisco am Ende unseres Ausflugs auch noch überquerten.
Im spanischen heißen die beiden 300 m hohen Hügel übrigens 'Brüste eines Indianermädchens'.









Ab morgen heißtes dann leider wieder arbeiten aber immerhin sind dann alle notwendigen Teile eingetroffen und ichkann loslegen meine Proben herzustellen. Nächtes Wochenende gehts dann hoffentlich nach Big Sur. Zumindest ist das Auto repariert und der Camping-Platz schon reserviert.

Die Fotos sind natürlich schon da und -->hier<-- oder wie immer im Menü nebenan zu finden.
viele Grüße nach Deutschland, Bert

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